/ Vorwort /   / made in Germany /   / Eierkocher /   / Reklamelöffel /

                                                                                       (Copyright  ã 2003 Peter Stepina )

horizontal rule

... Ideen am laufenden Band ...

horizontal rule

Eierkocher

Ein neuer Eierkocher
(...  und ein Erfinder-Schicksal besonderer Art ! )


Na ja, einen Eierkocher brauchte ich eigentlich gar nicht. Aber die Verlockung holt mich manchmal ein; schon gar im Ausverkauf. So erwischte ich mich diesmal mit einem Eierkocher. Zum Auszuprobieren investierte ich gleich noch 24 Eier. Und um es gleich vorweg zu sagen, ich hatte dann anschließend 1/2 Jahr genug von diesen ovalen Dingern!

Ich konnte es kaum erwarten und riss die Verpackung deshalb so ungeschickt auf, dass ich diese nur noch wegwerfen konnte. Rückgabe stand also nicht mehr zur Disposition. Deshalb brauchte ich jetzt den vollen Erfolg. Die Produkt-Beschreibung war nicht eben erhellend. Das Zubehör, nämlich ein kleiner Wasserbecher mit Markierungen darauf, war auf den ersten Biss zwar ganz überzeugend. Denn auf diesem waren exakte Markierungen, wie viel Wasser für wie viele Eier eingefüllt werden muss, damit weiche/mittelharte oder harte geerntet werden konnten. Vielleicht hätte es ja auf Anhieb geklappt. Nur, ich hatte wohl die falsche Eier-Größe mitgebracht. Jedenfalls machte das - zugegeben mit hervorragend gutem Design ausgestattete - Gerät nicht nur Lärm nach Ende des Aufbereitungsvorgangs, sondern schaltete - selbst die nette Verkäuferin wusste dies nicht - sogar selbständig ab. Dennoch, das Legehuhn wäre sicher beleidigt gewesen. Jedenfalls traf dies auf mich zu. Denn kein einziges Ei gelang wirklich.

Mit was für Müll man Geschäfte machen kann?! Bin mal wieder reingefallen. Warum aber erfahre ich nicht von Bekannten, dass diese Art von Küchenhelfern einfach nur Schrott sind? Etwa, weil keine(r) gerne eigene Irrtümer zugeben mag? Im Nachhinein kam es mir leise. Schon mehrfach, ich erinnerte mich, hat jemand mit Eiern geprotzt, weil diese im Eierkocher "gekocht" wurden. Nun erst meinte ich zu verstehen. Das Erfolgserlebnis war ja wirklich nicht einfach zu erreichen!

Ein paar ehemalige Frühstücks-Ei-Spender(innen) rief ich nunmehr an und erfuhr, dass es einen Eierkocher geben soll, der ohne Wasser arbeitet. Ob dies richtig oder falsch ist, werde ich bei Gelegenheit feststellen. Mich aber auf keinen Fall noch einmal übertölpeln lassen. Ausprobieren werde ich nur noch Eierkocher, die auch gleich mit einer Waage oder zumindest einer Gewichts-Tabelle sowie Eier-Vergleichs-Schablone ausgestattet sind. Denn das Verhältnis zwischen Gesamt-Gewicht und Gesamt-Oberfläche der Eier scheint mir ausschlaggebend für den Zubereitungserfolg. Die Eierkochmaschinen-Hersteller haben also noch viel zu tun. Und nach meinen Erfahrungen stehe ich nunmehr gerne - aber keinesfalls kostenlos - als eierkocherfahrener Erfinder-Berater zur Verfügung!

Eigentlich tröstet mich nur die "schöne Erfindung" von Dübel-Fischer, von der ER jedenfalls immer wieder gerne erzählt. Arthur Fischer hatte nämlich einmal eine Eier-Köpfmaschine erdacht. Allein daran, dass Eier unterschiedliche Größen haben und deshalb die Eier- Guillotine mal zu wenig und mal zu viel vom Ei entfernte, brachte Fischer dazu, die Finger von dieser Idee zu lassen. Mag sein, dass ER vielleicht dennoch hätte Geld verdienen können; genauso wie diejenigen, die (nun ausgerechnet mich!) zum Kauf eines genauso hübschen wie gleichzeitig vollkommen "verblödeten" Eierkochers verführt hatten.

--->     Die Überraschung kam 2 Jahre später!
Schlaftrunken mundete mir das Frühstücksei. Dann aber wurde ich schlagartig wach. Denn ich erkannte, dass tatsächlich ein Ei mit meinem vermeintlichen Schrott-Kocher gelungen war. Dieser diente mir nämlich nur noch zu Schulungszwecken und zum Nachweis, mit welchem Müll man tatsächlich Geld verdienen kann.

Meine Eierkocher-Welt stand nun (im wahrsten Sinne des Wortes) auf dem Kopf. Denn mein Frühstücksengel (allerdings mit dunklen Haaren) erklärte, der Wasser-Einfüllbecher sei falsch markiert. ".....schau mal, die haben die Ziffern auf dem Messbecher vertauscht. Die "7" gehört doch nach oben und die "1" nach unten. Denn wenige Eier brauchen weniger Wasser. Viele Eier brauchen mehr."

--->    Blamabel aber wahr. Ich hatte diese simple Tatsache einfach übersehen!

Ihr Erfinderclub-Berlin.de

 

horizontal rule

Seiten-Anfang