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Lektor gesucht !

(Copyright  ã  2003  Peter Stepina )

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Erfinder - Sprechstunde

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Ist der Umbau eines PC schon eine Erfindung ?

"Hirnlose Computer"  sparen Geld + Zeit !


Vorbemerkung:
Entfernt man alle Festplatten seines PC und baut statt dessen (mindestens zwei) Wechselrahmen ein, ergeben sich erstaunliche Möglichkeiten. Einige zeige ich hier auf. Aber ich kann mir noch ganz andere Anwendungen vorstellen. Denn die Speichermedien werden immer kleiner. Hauptsache, so meine Philosophie, man hat seinen Hauptspeicher "das Gehirn" immer in der Tasche. Auf welchem Gerät sich dann Wirkungen entfalten, ist doch egal, sofern Kompatibilität gegeben ist. Und dies bringt mich zu dem Schluss, dass es gerade auf der Hardware-Seite einen enormen Nachholbedarf gibt.

Der WDR-Computerclub berichtete kürzlich, dass RAID neu auf dem Markt ist. RAID (REDUNDANT ARRAY OF INDEPENDENT DISKS) ermöglicht das Verkoppeln zweier Festplatten zu einer logischen Einheit . Dies gelingt bei IDE- wie SCSI-Systemen. Drei Anwendungen sind zu unterschieden:
Die RAID 1-Einstellung dient der Datensicherheit. Es werden 2  Platten logisch so miteinander verbunden, dass sie wie eine einzige funktionieren (Spiegelung). Geht eine Festplatte kaputt, hat man noch die andere zur Verfügung, auf der die gesamte Festplatten-Information identisch gespeichert ist.
Die RAID 0-Einstellung erhöht die Zugriffsgeschwindigkeit. Jeweils 2 Platten arbeiten parallel und ergänzen sich. Beim Video-Schnitt oder bei Spiele-Anwendungen bringt dies schöne Effekte.
Die Kombination von RAID 1 + RAID 0 ergibt die RAID 10-Einstellung. Wählt man diese, so arbeiten jeweils 2 Platten im RAID 1 und die beiden anderen im RAID 0-Modus. Das Gesamt-System wird gleichzeitig schneller und sicherer. Benötigt werden 4 Festplatten. Diese dürfen auch in Wechselrahmen eingesetzt werden. Und, was für IDE-Systeme ungewöhnlich ist, z.B. ACCUSYS bietet eine Lösung, die den Platten-Tausch bei laufendem System erlaubt. Die Umrüstung dürfte für kundige Laien keine Schwierigkeit darstellen.

Soweit die Vorteile. Nachteilig sind die Kosten. Da sich diese ständig ändern, erkundigen Sie sich bitte selbst danach. Beachten Sie aber, dass zumindest 2 Festplatten (wenn nicht sogar alle 4) identisch sein müssen, damit das System einwandfrei funktioniert. D.h.,  jeweils zwei (evtl. alle 4) Festplatten müssen exakt die gleichen Daten bezüglich Größe und Geschwindigkeit aufweisen. Es werden jedenfalls Festplatten der gleichen Firma empfohlen! Beim Neukauf mag dies alles keine Rolle spielen. Will man nachrüsten, muss allerdings zusätzlich eine Steckkarte her. Die RAID-Einstellungen sind im BIOS vorzunehmen. Deshalb muss das System vor Inbetriebnahme formatiert oder zumindest das Betriebssystem vor der BIOS-Umstellung zunächst gelöscht und hernach wieder aufgespielt werden. Am besten verwenden Sie laut Empfehlung ein "jungfräuliches System"! Ich selbst würde den Boot-Manager von PartitionMagic für diese Aufgabe bemühen. Geht schneller, denke ich! 

Bei meinem eigenen Rechner löse ich die Sicherheits-Frage seit Jahren ganz anders. Auslöser war ein Gewitter in unmittelbarer Nähe. Dieses induzierte meine Stromleitung und im ganzen Haus war es (nach einem mächtigen Knall) stockrabendunkel. Zwar hat dies meinem Rechner nicht geschadet, weil ich immer den Stecker bei solchen Besuchen ziehe. Aber nicht auszudenken, wenn ich auf  "Sendung" gewesen wäre. Dann hätte mir auch ein Faradayscher Käfig (= metallisches Gitter) nicht geholfen! Das bringt mich - erlauben Sie mir den kleinen Ausflug, auf die Frage, ob es echte Faradaysche Rechner-Gehäuse überhaupt gibt. Ich denke, ich würde dafür etwas Geld ausgeben!

Sicherheit hin, Sicherheit her. Ich hatte damals noch andere Probleme. Wollte mir nämlich einen ganz neuen Rechner zulegen. Und dabei spielten die Kosten schon eine Rolle. Also überlegte ich, was denn eigentlich das Wesen eines Rechners ausmacht. Was ist das unverzichtbare Bauteil, fragte ich mich, das den Charakter des Rechners vollkommen verändert? Die Antwort ist - entschuldigen Sie bitte, dass ich dies hier offen ausspreche - die eingebaute Festplatte (natürlich)! Konsequent, wie ich in solchen Dingen bin, suchte ich mir also nicht einfach einen neuen Rechner, sondern einen solchen, in den ich unbeschadet meine alte Festplatte (diese hatte müde 200 MByte) einbauen konnte. Denn in das Bild auf dem alten Rechner (damals besaß ich nur einen s/w-Bildschirm) war ich geradezu vernarrt. Hatte ich doch nie eingesehen, dass man normale Geschäftsbriefe auf bunten Oberflächen schreiben muss. Gesagt, getan! "Was, Du willst auf dem neuen Rechner genauso farblos arbeiten, wie auf Deinem alten?" Oder: "Daran erkennt man den dusseligen Anfänger". Das und noch viel mehr, musste ich mir anhören. Allein, wenn ich mich einmal festbeiße, dann muss ich auch durch. Und überhaupt: Es ist mein Geld und meine Zeit!

Ich wäre auch ganz schön "vor die Wand gelaufen", muss ich zugeben. Aber ich stieß auf PartitionMagic, ein Boot-Manager-Programm, welches den parallelen Betrieb unterschiedlichster Betriebssysteme erlaubt. Wahlweise kann man nach dem Neu-Start entscheiden, ob man auf diesem oder jenem Betriebssystem arbeiten möchte. "Heureka!" dachte ich und machte Ernst.

Ich kaufte mir endlich einen Rechner und baute in diesen sofort einen Wechselrahmen zum Überspielen meiner alten Festplatte ein. Dann wurde auch noch PartitionMagic installiert und siehe da, mein altes Rechner-System war Wusch gemäß gerettet. Fortan konnte ich nach dem Neustart wählen, ob ich auf WINDOWS oder MS-DOS arbeiten wollte. Außerdem konnte ich problemlos wieder auf meiner alten - wegen des schönen s/w-Design geliebten -  200 MByte-Festplatte starten. Je nachdem, ob ich den alten s/w-Bildschirm anschloss oder den mitgelieferten Farb-Monitor, blieb meine Rechner-Welt fortan schwarz/weis oder wurde (etwas) bunter.

Damit aber nicht genug. Erfolg macht ja bekanntlich erfinderisch. Also habe ich meinem  NEUEN  auch noch das "Gehirn" herausgerissen, sprich die eingebaute Festplatte entfernt und einen zweiten Wechselrahmen eingebaut. Seither besitze ich sozusagen einen Koma-Patienten. Zwar schlägt  SEIN  Herz nach dem Einschalten. Aber eben ohne "Gehirn". Ich bin zum Festplatten-Wechsler mutiert. Ich bin  SEIN  Beherrscher! Nur ich bestimme was  ER  denken soll. Irgendeine IDE-Platte reinschieben, evtl. Master-Systemanpassungen vornehmen (bei Slave-Platten ist dies überflüssig), die BIOS-Plattenerkennung durchführen und fertig! Nach einigen hundert Plattenwechseln freue ich mich, berichten zu können, dass die Wechselrahmen besser sind als ihr Ruf. Probleme hat es mit ihnen bisher nie gegeben.

Die Vorteile meiner Lösung kurz skizziert: Ich kann in wilder Reihenfolge alle Festplatten in die Wechselrahmen schieben. Egal welche Größe. Egal welcher Hersteller. Egal von wem. Nur IDE-Platten müssen es sein. Bis 8 GByte werden problemlos verarbeitet. Bei größeren Platten allerdings nur 8 GByte akzeptiert. Bei Bedarf müsste ich lediglich einen neuen Boot-Manager installieren. Bekannte dürfen ihre IDE-Festplatten gerne zum Datentausch mitbringen. Als Slave eingebaut, kann ich sogar ihre Daten retten, falls deren Platte überhaupt noch anspringt. Mein schnelles Sicherheits-System besteht einzig aus einer zweiten Sicherungsplatte, die ich (als Slave) einfach in den zweiten Wechselrahmen schiebe. Dann nämlich kann ich echte 1 zu 1 - Kopien (allein mit Hilfe von PartitionMagic) erzeugen, die auch alle Systemeinstellungen festhalten. Das geht extrem schnell und einfach! Meine Sicherungsplatte liegt im Schrank und ich riskiere allenfalls Datenverlust zwischen der letzten Total-Sicherung und dem Jetzt-Zustand. Klar, dass ich insbesondere vor dem Aufspielen (welch eine treffende Bezeichnung!) neuer Software oder bevor ich meiner Experimentierwut freien Lauf lasse, erst einmal eine Total-Sicherung vornehme.

Warum für jedes Familienmitglied einen eigenen Rechner kaufen? Das Gehirn eines jeden Rechners ist nun einmal die Festplatte. Diese lässt sich ganz einfach von A nach B transportieren. Und es ist gleichzeitig (falls man dies abspricht) sichergestellt, dass nur deren Besitzer selbst herankommt! Gelingt es sich darüber abzustimmen, wer wann an welchem Rechner-Gehäuse (jedes bekommt natürlich 2 billige Wechselrahmen eingebaut) arbeitet oder spielt , so kann man viel Geld sparen. Anstatt neuer Rechner braucht man doch künftig zumeist nur weitere Festplatten. Das Ersparte kann dann ausgeben werden, um das eine oder andere "gehirnlose Gehäuse" für verschiede Anwendungen gesondert auszurüsten. Man besitzt hernach recht sichere wie komfortable Systeme, die allen gemeinsam zur Verfügung stehen.

Auch bin ich in der Zwischenzeit auf die Idee gekommen und gehe (alleine) mit meiner ganz alten, 200 MByte-Festplatte  ins Internet. Denn Datenklau ist nur möglich durch Einbruch oder dadurch, dass man seine guten Daten für Hacker lesbar macht. Nur physikalische Trennung der Systeme kann Hackerklau wie Vieren absolut sicher verhindern. Und dies ist meine Antwort darauf.

Wie lautete noch mal die Überschrift zu dieser Sprechstunde? Ach ja: " ..... habe ich eine Erfindung gemacht?". Freunden und Bekannten teile ich meine Rechner-Erfahrungen gerne mit. Denn ich freue mich darüber (fast) jeden Tag. Sehr teuere Patente werde ich aber nicht anmelden. Warum auch? Ich kenne keinen geeigneten Weg, aus meiner technischen Lösung Geld zu machen. Daher muss es reichen, wenn sie mir selbst etwas bringt. Nennen Sie es wie wollen. Meinetwegen denken Sie an Know-how oder an Erfindung, wenn Sie lesen, was ich mir habe einfallen lassen. Aber, auch dies möchte ich noch los werden. Als Berater stehe ich (gegen angemessenes Honorar) gerne zur Verfügung!

Ihr Erfinderclub-Berlin.de

 

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