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Hinweise zu Stammtisch-Gründungen

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Das Erfolgsmodell empfiehlt sich zum Nachmachen !


Vor gut 45 Jahren wurde in Berlin der erste ERFINDER-Stammtisch Deutschlands gegründet. Dieser hat sich als echtes Erfolgsmodell erwiesen. Ohne großen Organisations-Aufwand haben erstaunlich viele und sehr unterschiedliche Menschen zu uns gefunden. Und er erfreut sich noch immer großer Beliebtheit!

Ähnliche Bestrebungen anderer hatten weniger Erfolg und sind teilweise schon nach kurzer Zeit gescheitert. Was also ist das Geheimnis (wenn es denn ein solches gibt) des ältesten ERFINDER-Stammtischs?

     Das Wichtigste vorweg:
Wer einen ERFINDER-Stammtisch gründet, sollte dies einzig aus Freude daran tun, sich mit anderen ErfinderInnen zu treffen. Einfach nach dem Motto: Fußball-Begeisterte treffen sich auf dem Fußballplatz, ErfinderInnen am ERFINDER-Stammtisch. Und zwar regelmäßig, ohne Ausnahme und immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort.

Wir verstehen unseren Stammtisch als 1.te Anlaufstelle für Interessierte. Vorträge oder ähnliches organisieren wir zu anderen Terminen. Denn unsere Besucher wollen eigene Fragen beantwortet haben und Meinungen von möglicht unterschiedlichen Menschen hören. Deshalb geben wir viel Raum, damit man sich kennen lernen und austauschen kann. Erfahrungsaustausch ist nun einmal die billigste Investition. Wenn Sie dies sicherstellen, läuft alles andere wie von selbst. Sie werden es erleben !

     Unverrückbarer Termin:
Dies erspart Verwaltungsaufwand. Denn (schriftliche) Einladungen erübrigen sich. Bitten Sie jeden Besucher darum, auf Ihren Stammtisch aufmerksam zu machen. Dies gilt für ErfinderInnen genauso, wie bspw. auch für Journalisten. Jeder Teilnehmer muss sich außerdem an Ihrem Stammtisch mit anderen verabreden dürfen. Dies hat den Vorteil, dass immer mehrere Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Und, Sie werden sehen, das ist die beste Reklame.

    Wir treffen uns immer am 1. bzw. 2. Mittwoch im Monat (je nach Kalendermonat).
    Immer in gleichen Lokal und immer zur gleichen Zeit. Ausnahmen gibt es nicht.
    Außerdem stehen die Termine auf der ersten Seite dieser Homepage.

     Unverrückbare Adresse:
Mancher tut sich sehr schwer damit, öffentliche Einrichtungen zu besuchen. ErfinderInnen sind Individualisten, die Organisiertheit regelmäßig ablehnen und lieber das direkte Gespräch (ohne Voranmeldung) bevorzugen. Wir treffen uns also in einem Lokal. Schön, dass in diesem auch Geh-Behinderte leichten Zutritt haben. Denn wir möchten niemanden ausschließen. Unser Treffpunkt liegt in der Nähe einer U-Bahn-Station. Ist deshalb also gut erreichbar. Ein mittelgroßer Saal ist vorhanden. Diesen dürfen wir kostenlos nutzen, weil wir ja Umsatz machen und schon oft das Fernsehen und andere Presse-Vertreter aufgetaucht sind. Somit machen wir gleichzeitig auch für unser Lokal Reklame und sind nach wie vor gern gesehene Gäste.
    ACHTUNG: Sollte Ihr Lokal am Stammtisch-Termin geschlossen haben, so sorgen
    Sie rechtzeitig auch für ein Ausweich-Lokal. Wenn alle Stricke reißen, hilft notfalls
    ein Zettel an der Eingangstür des Stamm-Lokals, auf dem das Ausweichlokal genannt
    ist.

     Offen für jeden (Hilfe zur Selbsthilfe):
Jeder darf jeden einladen und/oder mitbringen. Erfinder-Kollegen ebenso wie Journalisten, Unternehmer, Berater usw.. Mitgliedschaft in einem Erfinderverband darf keine Voraussetzung für die Teilnahme am Stammtisch sein. Erlaubt ist natürlich Reklame für die eigene Erfinder-Organisation (wie kann dies auch anders sein?). Eintrittsgeld darf nicht erhoben werden. Aber jeder muss selbstverständlich den eigenen Verzehr bezahlen.

     Aufgaben der Stammtisch-Leitung:
Zunächst muss ein geeigneter Ort gefunden werden. Mit 1-3 Kollegen muss man sich dann noch darüber verständigen, wer welchen Termin auf jeden Fall wahrnimmt. Denn niemals darf der Stammtisch ohne Betreuung sein! Wir vereinbaren dies untereinander per Telefon-Rundruf.

Genau wie bei jedem guten Gastgeber, besteht die selbstverständliche Aufgabe der Stammtisch-Leitung darin, zunächst das 4-Augen-Gespäche mit den Erst-Teilnehmern zu suchen. (Die Stamm-Teilnehmer werden sich in dieser Zeit gerne untereinander austauschen). Erst einmal geht es darum, herauszufinden, welche Fragen der neue Gast mitgebracht hat. Dabei werden gleich auch die Adresse, das Erfindungsgebiet sowie weitere Stichworte notiert, damit im Fall der Fälle Informationen weitergegeben werden können. Alle Anschriften usw. landen beim Stammtisch-Chef, der diese sorgfältig aufbewahrt. Nach diesem Kennenlernen wird der/die Neue kurz vorgestellt und ein anderer Teilnehmer - derjenige den man im Moment als den geeignetesten Gesprächspartner einstuft - persönlich gebeten, sich mit der/dem Neuen nun zu unterhalten. Der Rest entwickelt sich!

Als letztes gehört auch noch die Presse-Pflege zu den Aufgaben der Stammtischleitung. Bei Gründung haben wir gleich die Presse eingeladen und waren sofort nicht nur in den Tageszeitungen sondern auch im Fernsehen präsent. Dadurch wurden unsere Treffen kostenlos in verschiedenen Veranstaltungsprogrammen veröffentlicht und der erste Nachwuchs war gesichert. Fragen heute Journalisten an, so werden diese automatisch zum Stammtisch eingeladen. Und wir können immer mit geeigneten Gesprächspartnern dienen.

Resümee:
Der Besuch beim ERFINDER-Stammtisch macht nach wie vor große Freude. Denn man weiß ja nie, wen man nächstes Mal kennen lernt. Ob noch einmal ein echter Nobel-Preisträger wie der unvergessene Prof. Ernst Ruska oder ein Unternehmer wie Miron Padovicz (Lizenzgeber des Haft-Notizblocks) dabei sein wird? Egal, denn ungewöhnlich interessante Menschen trifft man allemal !

Viel Erfolg und mit kollegialen Grüßen
Ihr Erfinderstammtisch Berlin (Wilmersdorf)

 

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